
Der vorliegende Beitrag versteht sich — dies soll zum Verständnis und zur Einordnung vorweg deutlich gesagt werden — als ein
Plädoyer für Veränderungen in der Jugend(medien)forschung, um Veränderungen im Jugendalltag auch im Hinblick auf den Umgang
Heranwachsender mit neuen Medien gerecht werden zu können. Dies gilt auch und in besonderer Weise, wenn es um politische Partizipationschancen
Jugendlicher mit Hilfe von Online-Medien wie dem Internet<sup>1</sup> geht. Um adäquate Strategien zur Unterstützung junger Menschen im Aufbau von Partizipation anbieten zu können, bedarf es
genauer Erkenntnisse, wie Jugendliche mit Politik umgehen, welches Verständnis von Politik sie haben und mit welchen Mitteln
sie sich in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen — eine Herausforderung auch für die Jugend(medien)forschung. Sie ist
aufgefordert, theoretische und methodologische Zugänge zu entwickeln, die ein adäquates Verständnis junger Menschen im Umgang
mit Politik und eigenen Formen von gesellschaftlicher Partizipation — und dies im Kontext ihrer Umgangsweisen mit neuen Medien,
allen voran dem Internet —, erlaubt.