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Verbesserung des Unterrichts durch Selbstevaluation

Georg Lind
Zu finden in: Wissen, Was Wirkt (Seite 173 bis 195), 2012
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iconZusammenfassungen

Pädagogische Evidenz soll valide Hinweise für effektivere Unterrichtsmethoden und Schulstrukturen und damit für besseres Lernverhalten der Schülerinnen und Schüler geben. In der Pädagogik gibt es erste Versuche, wobei aber kontrovers diskutiert wird, welche Rolle empirische Evidenz bei der Verbesserung von Unterricht und Schulstruktur spielen soll und spielen kann (Brügelmann 2005; Bohl/Kiper 2009; Böttcher/Dicke/Hogreber 2011). Prinzipiell kann sehr Verschiedenes als Evidenz angesehen werden: Schulbeteiligung, Wiederholerraten, Übertritt in weiterführende Schulen, Schulzufriedenheit und vieles andere mehr. Wegen medialer Großereignisse wie TIMSS, PISA, VERA & Co. fokussiert die Debatte über pädagogische Evidenz heute aber fast ausschließlich auf vergleichende Tests. Die Kritik an Evidenz als Grundlage pädagogischen Handelns (data-driven education) bezieht ihre Argumente zum Großteil, wenn nicht ausschließlich aus der weitgehend berechtigten Kritik an Vergleichstests (Kohn 2000; Jahnke/Meyerhöfer 2007; Hopmann/Brinek/ Retzl 2007), mit Ausnahme von vergleichenden Noten, die nach wie vor den Schulalltag dominieren und aus ähnlichen Gründen kritisch diskutiert werden (Kohn 1999; Leppert 2010). Dabei werden andere Formen der Evaluation weitgehend ignoriert.
Von Georg Lind im Buch Wissen, Was Wirkt (2012) im Text Verbesserung des Unterrichts durch Selbstevaluation

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