
Der Einsatz von Film und Video als Werkzeuge in Trainings- und Lernprozessen ist etabliert, eine Begründung über aktuelle lerntheoretische Ansätze möglich und verschiedene konkrete Nutzungsszenarien sind dokumentiert und z.T. auch evaluiert. Mit der Möglichkeit der Abbildung einer (Lern-)Situation über alle Ebenen und Richtungen eröffnen 360°-Videos im Vergleich zu 'klassischen' Bewegtbildformaten neue didaktische Optionen, die vor allem auf eine individuelle Raumaneignung durch die selbstbestimmte Auswahl und Veränderung eines Bildausschnitts sowie das immersive Potenzial dieser Aufnahmen aufsetzen.
Ausgehend von einer Betrachtung der Potenziale wird im vorliegenden Beitrag die 360°-Video-Technologie erklärt, Anwendungsbeispiele vorgestellt und erste eigene Erfahrungen in der Nutzung dieser vergleichsweise noch neuen Medien-Technologie diskutiert.