GMLS fördern Illusion of knowing
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Bemerkungen
Ich kann die KI auch dafür nutzen, um mir ein Prinzip besser zu erklären oder um zu prüfen, ob ich es richtig verstanden habe. Allerdings kennen wir in der Forschung das Problem der «Illusion of knowing». Menschen lesen eine KI-generierte Erklärung und glauben, sie hätten ein Prinzip verstanden. Echtes Verstehen bedeutet aber, dass ich einen Sachverhalt selbstständig wiedergeben, anwenden und auf ein neues Problem übertragen kann. Dabei braucht es eine gute Dosis an Selbstskepsis und Selbstdisziplin, denn wir neigen alle dazu, uns selbst zu überschätzen. Ich empfehle daher, dass Kinder zuerst möglichst viele Erklärungen selbst formulieren und KI danach zur Kontrolle nutzen.
Von Martina Rau im Text Was und wie sollen Kinder mit KI lernen? (2026) Studierende nutzen generative KI, um sich komplexe Inhalte erklären zu lassen. Die Antworten sind klar strukturiert, sprachlich präzise und unmittelbar anschlussfähig. Häufig folgt darauf die Rückmeldung: „Jetzt habe ich es verstanden.“
Dieses Gefühl ist nicht trivial. Es ist ein zentrales Element von Lernprozessen. Gleichzeitig ist es genau der Punkt, an dem sich derzeit eine problematische Verschiebung zeigt. Denn das Erleben von Klarheit ist nicht identisch mit dem Aufbau von Kompetenz. Was hier entsteht, ist häufig ein Zustand, in dem Inhalte leicht nachvollziehbar erscheinen, ohne dass sie tatsächlich internalisiert wurden. Die Informationen sind präsent, zugänglich und scheinbar beherrschbar. Doch die Fähigkeit, sie eigenständig zu rekonstruieren, anzuwenden oder zu übertragen, bleibt oft begrenzt.
Die Differenz ist schwer zu erkennen – insbesondere für die Lernenden selbst. Genau darin liegt ihre didaktische Brisanz.
Von Roland Böttcher im Text Was wir für Lernen halten, ist oft keines mehr! (2026) Die Differenz ist schwer zu erkennen – insbesondere für die Lernenden selbst. Genau darin liegt ihre didaktische Brisanz.
Zitationsgraph
2 Erwähnungen 
- Was und wie sollen Kinder mit KI lernen? (Martina Rau) (2026)

- Was wir für Lernen halten, ist oft keines mehr! (Roland Böttcher) (2026)



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