Wie beurteilen Sie das Konzept des altersdurchmischten Lernens?
Zunächst sollte man akzeptieren, dass sich meist eh schon zirka drei Jahrgänge von Kindern in der Regelklasse versammeln. Die Befürchtungen der Eltern, die älteren Kinder würden weniger profitieren, wenn sie mit jüngeren die Klasse teilen, ist aber auch bei den bekannten Versuchen, etwa in der Basisstufe, unbegründet. Altersdurchmischung ist ein Faktum des sozialen Lebens, die Altershomogenität in der Schule ist künstlich und im Grunde neuen Datums. Während altersdurchmischte Gruppen akademisch weder stärker noch schwächer werden, profitieren sie im Bereich des sozialen Lernens.
From Roland Reichenbach, Lucien Scherrer in the text «Leider gibt es an den Schulen eine Neo-Manie» (2014)