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Beats Biblionetz - Aussagen

Manfred Spitzer zitiert sehr selektiv

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Wie sich Spitzer eine faire Berichterstattung vorstellt, kann man in der Fachzeitschrift Nervenheilkunde nachlesen. Spitzer ist seit vielen Jahren Herausgeber des Blattes. Es geht an 30 000 niedergelassene Ärzte, und in jeder Ausgabe schreibt der Professor persönlich das Vorwort. Im Wirbel um "Digitale Demenz" vor einigen Jahren beschwerte er sich dort über die Medien. Ein ARD-Beitrag über ihn sei ein "Lehrstück für den Umgang öffentlich-rechtlicher Medien mit unbequemer Kritik". Das gehässige Fazit des Films, das er in seiner Zeitschrift zitiert, fällt in dem im Netz abrufbaren Beitrag aber gar nicht. Dafür erwähnt Spitzer gleich im ersten Absatz, die erste Auflage seines Buchs sei "nach dem Erscheinungstag vergriffen" gewesen. Der Verlag Droemer Knaur teilt auf Anfrage mit: Es dauerte neun Tage.
Von Jan Stremmel im Text Über einen, der aus Ängsten Geld macht (2018)
Leider wird die in der populärwissenschaftlichen Arbeit „Digitale Demenz“ (Spitzer, 2012) zu beobachtende Neigung der selektiven, dem Gesamtnarrativ folgenden Auswahl von Studien und Zitaten auch hier verfolgt. Studien, die nicht mit den aufgestellten Mythen konform gehen, werden ignoriert und die Ergebnisse der aufgenommenen Studien werden selektiv berichtet. So beruft sich Spitzer auf eine Arbeit von Schaumburg und KollegInnen und gibt u.a. den unter Lernverhalten skizzierten zweiten Einzelbefund wieder, nach dem „Schüler im Unterricht mit 5 Notebooks tendenziell unaufmerksamer sind“ (Schaumburg et al., 2007, S. 120), nicht jedoch den unter Lernverhalten als erstes aufgeführten Befund, „Notebook-Schüler zeigen in der Tendenz eine positivere Einstellung zu Schule und Unterricht als Nicht-Notebook-Schüler“ (S. 120) oder etwa „Im Fachleistungstest Deutsch (Leseverständnis und Sprache) zeigen Haupt- und Realschüler in Notebook-Klassen eine signifikant bessere Leistungsentwicklung als Schüler in traditionell unterrichteten Klassen“ (S.121).
Von Markus Appel, Constanze Schreiner im Text Leben in einer digitalen Welt: Wissenschaftliche Befundlage und problematische Fehlschlüsse (2015)

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