
Analyse, Dokumentation und Modellierung betrieblicher, technischer oder verwaltungstechnischer Abläufe werden nicht erst seit dem Aufkommen von Workflowmanagementsystemen betrieben, sondern stehen unabhängig davon im Mittelpunkt betriebswirtschaftlicher Betrachtungen (Hammer & Champy, 1994; Nippa & Picot, 1995). Auf der Suche nach personellem Einsparpotenzial und nach Möglichkeiten zur Straffung von Verwaltungsverfahren unterziehen viele Organisationen ihre internen Strukturen einer eingehenden Untersuchung. Mit dem Ziel der Optimierung und der Senkung der Gemeinkosten sollen dabei Unzulänglichkeiten und Ineffizienzen bestehender Strukturen und Arbeitsabläufe aufgedeckt werden. Davon sind überwiegend die administrativen Unternehmensbereiche betroffen, da besonders dort überflüssige Formular- und Verfahrensvielfalt, Intransparenz der Arbeitsabläufe und unklare Zuständigkeiten vermutet werden. Untersuchungen administrativer Abläufe zeigen, dass von der Gesamtdurchlaufzeit 80 — 90 % auf Wartezeit und nur 10 — 20 % auf die effektive Bearbeitungszeit entfallen (Nippa & Picot, 1995).