Handyverbot in der Schule |
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Synonyme
Handyverbot in der Schule, Handyverbot
Bemerkungen
Ein temporäres Verbot von Smartphones und Tablets während der Schulzeit ist keine Lösung für diese Problembereiche, sondern eine Kapitulation.
Lehrer stehen täglich vor einem Dilemma. Es bringt aus Erfahrung nichts, wenn sie im Unterricht das Smartphone komplett verbieten oder grundsätzlich erlauben.
Ein anderer, nicht minder gewichtiger Grund für das Handyverbot an den Schulen ist aber, dass in vielen Familien der Umgang mit den modernen Kommunikationsmitteln - über die technischen Aspekte hinaus - noch kaum thematisiert und geübt wird.
Worldwide more schools than not prohibit mobile
devices, mobile phones as well as MP3-players, small game consoles etc. Rather
than embrace them as tools for learning, they address them as objects for critical
media education and media literacy.
Private Handys haben an Schulen nichts verloren.
Einheitliche Regelungen sind zu empfehlen, weil ein Handybzw.
Smartphoneverbot ein Konfliktpotential darstellt, dem viele
Lehrkräfte durch Ignorieren und stillschweigende Akzeptanz dieser
Geräte an den Schulen ausweichen.
Ein Handyverbot kann zwar als kurzfristige Massnahme sinnvoll sein, um eine schwierige Situation in einem Schulhaus zu entschärfen. Der Trend zu mobilen Kleincomputern ist allerdings gesellschaftlich so breit und ausgeprägt, dass die Schule mittelfristig nicht darum herumkommt, deren Besitz und Nutzung in einem medienpädagogischen Konzept zu integrieren, Chancen zu nutzen und Risiken zu minimieren.
Das Handy und das Smartphone bzw. die mobilen Geräte ganz allgemein können doch aus der Schule nicht auf Dauer verbannt werden, das ist nicht sinnvoll und gegen die Entwicklung gerichtet. Im Moment sollte das Handyverbot an Schulen bestehen bleiben, denn wir haben noch keine „Handykultur“ an den Schulen aufgebaut. Klare Regeln müssen her, die bei Missbrauch auch greifen und wirkungsvoll umgesetzt werden können.
Ich verstehe die Bedenken der
Lehrpersonen. Aber ich habe das
Gefühl, man baut eine Mauer zwischen
sich und den Lernenden auf,
wenn man Handys verbietet. Lehrpersonen
können auch von den Lernenden
profitieren. Natürlich muss
man klare Regeln abmachen. Der
Weg der Schule sollte aber sein,
eine sinnvolle Nutzung der digitalen
Medien aufzuzeigen. Man kann sich
der Digitalisierung auf die Dauer
nicht verschliessen.
Die Pilotphase des Projektes hat deutlich gemacht, dass es bisher an den meisten Schulen keine medienpädagogisch sinnvollen Herangehensweisen an das Thema Handy gibt. Die einzige Reaktion auf das Medium Handy ist oft nur das strikte Verbot. Dass dieser bewahrpädagogische Ansatz nur ein erster Reflex sein kann und sich Lehrkräfte auf lange Sicht den neuen Medien mehr öffnen sollten - darüber waren sich die Workshop-Teilnehmer einig.

Wir gehen aber davon aus, dass die anhaltende Intensivierung des Handeins von Kindern und Jugendlichen mit digitalen Medien den Druck auf die Schule weiter erhöhen wird, nach Wegen zu suchen, diese Medien in produktiver Weise für die Förderung von Lern- und Lehrprozessen zu nutzen. Das Handyverbot, das den Umgang mit mobilen Endgeräten an vielen deutschen Schulen regelt bzw. häufig unterbindet, ist vor diesem Hintergrund ein Auslaufmodell.
Overall, there is wide variation, even in states that have passed legislation
requiring stringent policies. Some schools restrict usage only during class periods, while others
restrict it throughout the school day. Implementation may be left to individual teachers,
based on school-wide requirements that students keep their phones in their backpacks or
lockers, or based on physical restrictions such as lockable pouches or centralized collection.
Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich schreibt in puncto Handybenutzung an Schulen tatsächlich nichts verbindlich vor Es gibt allein
Empfehlungen und dies mit gutem Grund Wenn man sich mit dem Thema einmal etwas genauer beschäftigt hat merkt man sehr schnell dass man das Bild nicht einfach schwarz und weiss malen kann Totalverbote können auch kontraproduktiv sein Die Schulen wollen und sollen auch individuell agieren können um der jeweiligen individuellen Situation gerecht zu werden
Bei der heutigen Entwicklung im Bereich mobiler Geräte (Smartphones, Subnotebooks u.a.) deutet alles darauf hin, dass in absehbarer Zeit die grosse Mehrheit aller Lernenden über persönliche Computer verfügt. Schon heute besitzen fast alle Kinder und Jungendliche ein Handy. Schulen sind von solchen Phänomenen überrascht worden und mit diesen Herausforderungen überfordert. Sie reagieren im Normfall reaktiv mit Verboten und Sanktionen auf solche Entwicklungen.
Deutlich wird aus den Studien überdies, dass allein ein Smartphone-
Verbot nicht ausreicht, sondern eine pädagogische Begleitung
notwendig ist. So wird immer wieder von Schulen
berichtet, dass solche Maßnahmen schwer zu kontrollieren
sind, was darauf hinweist: Smartphone-Verbote müssen erklärt
werden, um aufseiten der Schülerinnen und Schüler zu einer
Einsicht zu führen. Ohne einen entsprechenden Austausch zwischen
allen Beteiligten, den Lernenden, den Eltern und dem
Kollegium, verpuffen viele Anstrengungen in diesem Kontext.
Es ist völlig klar, dass die künstliche Intelligenz an die Schule gehört. Kinder sollen lernen, mit Programmen wie Chat-GPT oder Deepl umzugehen, und verstehen, welche Stärken und Schwächen die Technologie hat. Aber sie sollten sie nicht am eigenen Smartphone nutzen – dieses gehört nicht in die Schule. Den Grund dafür habe ich bei Schulbesuchen im Silicon Valley gelernt: In der Schule sind die Kinder Lernende. Im Lernraum arbeiten sie mit den Werkzeugen, die dort zur Verfügung stehen. Das Smartphone ist privat und gehört in die Freizeit.
Mir sind Elterninitiativen bekannt, die ein Smartphone-Verbot in der Schule bewirkt haben, nachdem die Schulleitung ein entsprechendes Verbot abgelehnt hatte. Eltern verabredeten sich schriftlich, dass sie ihrem Kind das Smartphone nicht in die Schule mitgeben und sofern dies alle tun fällt das wichtigste Argument für die Smartphone Nutzung an Schulen weg, nämlich dass jeder andere Mitschüler über dieses Gerät auch verfügt und deswegen die Kommunikation unter den Schülern nur mit Smartphone funktioniert. Wer ein solches Gerät nicht hat, sei sozial ausgeschlossen. Entschließen sich alle Eltern diesem Argument entgegenzutreten, erledigt sich das Problem.
Obwohl der Trend eindeutig in Richtung
von Handyverboten an Schulen
geht: Die Studienlage darüber, ob sich
solche Verbote überhaupt positiv auswirken,
gibt bisher kein schlüssiges Bild.
Einen systematischen Überblick über die
Forschung [2] geben die australische Pädagogikprofessorin
Marilyn Campbell
und Kollegen. Sie werteten über 1300
Artikel und 22 Studien aus zwölf Ländern
aus. Dabei untersuchten die Wissenschaftler,
wie sich Handyverbote auf
Lernleistung, psychisches Wohlbefinden
und Cybermobbing auswirken. Das Ergebnis
fiel in allen drei Bereichen uneinheitlich
aus; die Autoren bemängelten
das vollständige Fehlen randomisierter
kontrollierter Studien.Doch allzu oft sind Verbote einfach die simpelste Lösung. Sie bekämpfen Symptome, um den tiefer liegenden Ursachen von Problemen aus dem Weg zu gehen. Die Epidemie psychischer Erkrankungen unter Jugendlichen dürfte mit solchen Rezepten jedenfalls kaum überwunden werden.

Die zentrale Empfehlung der Kommission: Bis einschließlich Klasse 7 soll bundesweit das private Benutzen von Smartphones, Tablets und anderen digitalen Endgeräten im Unterricht, in den Pausen und in Ganztagsangeboten verboten werden. Auch Bundesbildungsministerin Karin Prien hatte sich zuvor mehrfach für ein Handyverbot in den Grundschulen ausgesprochen. Die Expertenkommission geht jetzt sogar noch weiter. Ab Klasse 8 sollen Schulen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern verbindliche Konzepte erarbeiten, wie man mit Privathandys in der Schule verfahren soll. Das schulische Arbeiten mit digitalen Lernmitteln bleibt bei dem Verbot ausdrücklich unberührt – es geht ums private Gerät, nicht um Digitalisierung an sich.
Wie regelt
eine Schule zum Beispiel den Umgang
mit dem Handy während des Unterrichts?
Ein striktes Verbot kann keine
Option sein, nicht zuletzt, weil Handys
nützliche Funktionen für den Unterricht
anbieten (zum Beispiel nur schon
die rasche Klärung von strittigem Faktenwissen).
Selbst die befragten Schülerinnen
und Schüler wissen jedoch um
das Störpotenzial angestellter Smartphones.
Wenn nicht verbannen, müsste
man also reglementieren, möchte man
meinen. Der Versuch einer allgemeingültigen
Reglementierung führt aber in
Teufels Küche, da eine Vielzahl von
Einzelsituationen zu reglementieren
wären und keine Regel für jede Situation
die notwendige Klarheit schaffen
kann. Besser ist es wohl, den Umgang
mit dem Handy je nach Situation dem
gesunden Menschenverstand und der
pädagogischen Verantwortung der
Lehrperson zu überlassen.
Eine reine Diskussion über Verbote
von Technik in Form von digitalen Apparaten
im Unterricht hat den Einwand
gegen sich, dass sie einen Schauplatz
eröffnet, wo über die falschen Dinge geredet
wird. In Wahrheit geht es um eine
vollständig geänderte Arbeitswelt, in der
die Erwartungen von Studierenden, die
später Arbeitnehmer sein werden, sich
überkreuzen mit einem Gefühl von Hilflosigkeit
bei den Lehrenden. Denn nicht
nur die Didaktik, auch die Inhalte der
Curricula sind von dieser Revolution betroffen.
Welche Arbeiten und Prüfungsleistungen
an der Universität sinnvoll
erbracht werden sollen, müsste dabei
mitreflektiert werden, um nicht einen
antiquierten Streit über bloße Tischmanieren
auszutragen, auch wenn es
wichtig ist, das Handy dort wie auch in
der Vorlesung weglegen zu können. Die
Diskussion könnte größere Themen verfehlen
Weil China dies als sehr ernstes Problem
der öffentlichen Gesundheit betrachtet, hat
das Land am 15. Januar 2021 ein Smartphone-
Verbot an allen Schulen in Kraft gesetzt,
das wie folgt lautete: „Um die Sehkraft der
Schüler zu schützen, es ihnen zu ermöglichen,
sich auf das Lernen zu konzentrieren,
Internetsucht zu verhindern und die körperliche
und geistige Gesundheit zu fördern,
sollten die Schulen die Schüler und Eltern
darüber informieren, dass Handys grundsätzlich
nicht mit in die Schule mitgebracht
werden dürfen. Wenn ein Schüler dennoch
ein Mobiltelefon mit in die Schule mitbringen
muss, muss eine schriftliche Zustimmung
der Eltern vorliegen. Nach dem Betreten
der Schule muss das Handy von der
Schule aufbewahrt werden. Es ist verboten,
es in die Klassenzimmer mitzubringen“
(leicht gekürzte Übersetzung der Mitteilung
des chinesischen Bildungsministeriums
vom 15. Januar 2021; http://www.
gov.cn/zhengce/zhengceku/2021-02/01/
content_5584120.htm).
Viele Leute haben das Bedürfnis, permanent in Kontakt mit ihrem Umfeld zu sein. Ohne Netz fühlt man sich isoliert und ausgeschlossen. Die permanente Kommunikation gehört zum Alltag. Allgemein wird beklagt, dass es heute immer schwieriger werde, sich auf eine Arbeit zu konzentrieren. Das Ablenkungspotenzial durch die neuen Kommunikationsmöglichkeiten und das Internet sei enorm. Die Schule ist mit diesem Phänomen in besonderem Masse konfrontiert. Viele Lehrpersonen reagieren mit einem Overkill, indem sie die Nutzung von Smartphones und des Internet im Unterricht verbieten. Damit schafft man eine Situation, die kaum ein Abbild der Realität darstellt, auf die sich die Schule ansonsten gerne bezieht. Ferienlager werden zu veritablen Dschungelcamps, aus denen ein verzweifelter kollektiver Aufschrei ertönen würde, bliebe er aufgrund des rigiden Handyverbotes nicht ungehört. Die Pädagogen erklären mit leuchtenden Augen, welche nachhaltigen Erfahrungen die Jugendlichen im Lager gemacht hätten – in völliger Unkenntnis der Online-Kommentare, welche die unterdessen »Geretteten« ihrem Freundeskreis über die vergangenen Tage zukommen liessen.
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![]() Verwandte Begriffe (co-word occurance) | Mobiltelefone in der Schulecell phones in learning(0.2), Mobiltelefon mobile phone(0.04), Handyverbot in Frankreichs Schulen(0.03) |
![]() Verwandte Aussagen | Handyverbot steigert PrüfungsleistungenMobile phone bans improve exam performance. Handyverbot in der Schule fördert die ChancengerechtigkeitMobile phone bans in school promote equal opportunities. |
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