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Beats Biblionetz - Begriffe

Hausaufgaben homework

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

Hausaufgaben, homework

iconBemerkungen

Von den klassischen Hausaufgaben haben wir uns verabschiedet. Stattdessen gibt es Lernzeiten zu Hause, die die Schüler individuell nutzen: um sich auf Klassenarbeiten vorzubereiten oder um Defizite nachzuarbeiten. Diese Lernzeit müssen sie protokollieren.
Von Hendrik Haverkamp im Text «Fehler korrigiert jetzt die KI» (2024)
Die Hausaufgaben aus Gründen der Bildungsgerechtigkeit abzuschaffen, ist sogar eine schlechte Idee. Hausaufgaben geben die Möglichkeit, Gelerntes zu konsolidieren und Lerninhalte besser zu verstehen. Natürlich ist aber die Hausaufgabenhilfe für manche Kinder ein wichtiges Thema.
Von Roland Reichenbach im Text «Schule ohne Noten ist wie Kapitalismus ohne Geld. Das funktioniert nicht» (2024)
Rahel TschoppDoch worum geht es bei Hausaufgaben eigentlich? Kinder sollen lernen, selbständig zu arbeiten, und sie sollen Zeit haben, etwas zu üben und zu trainieren. Beides lässt sich problemlos innerhalb der Schule ermöglichen. In gut gestalteten Lernzeiten, begleitet von Fachpersonen, mit Raum für Fragen, Fehler und unterschiedliche Tempi.
Von Rahel Tschopp im Buch Auf Denkreise (2026)
Unerlaubte Hilfe bei den Hausaufgaben gab es schon immer. Mal von der großen Schwester, der Oma aus Frankreich oder einer Webseite, von der ein Absatz kopiert wurde. Solche Einzelfälle ließen sich bisher mit strengen Blicken, Plagiatsfindern oder Schreibproben aufdecken. Aber nun steht jedem Schüler ein Werkzeug zur Verfügung, was von Afrikaans bis Zulu Texte einer Qualität produzieren kann, die er oder sie womöglich nie erreichen wird.
Von Jost Fromhage im Text «Benotete Aufsätze haben sich praktisch erledigt» (2018)
Rahel TschoppEs braucht keine Ufzgi mehr. Denn sind wir ehrlich: Hausaufgaben sind in erster Linie ein Kontrollmechanismus für Eltern – eine Bestätigung, dass ihr Kind in der Schule etwas lernt. Dabei sehe ich immer wieder, dass Hausaufgaben für grosse familiäre Konflikte sorgen. Das ist verständlich: Die Tage vieler Kinder sind immens lang und durchgetaktet. Nach einem intensiven Schultag zu Hause noch einmal weiterlernen zu müssen, fällt vielen schwer und ist unnötig.
Von Rahel Tschopp im Text Die Schule der Zukunft (2024)
Faktencheck Grundschule Mai 2018Hattie (2013, 276ff.) hat zwar im Durchschnitt einen kleinen positiven Effekt zugunsten der Hausaufgaben errechnet – allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Studien. Im Durchschnitt profitieren ältere und leistungsstarke Schülerinnen und Schü- ler mehr als Grundschulkinder und als leistungsschwache Kinder. Als eher wirksam haben sich dabei regelmäßige und kürzere Hausaufgaben erwiesen so wie Aufgaben, die sich auf die Festigung des im Unterricht erarbeiteten Stoffes (Vokabeln, 1x1 usw.) beziehen. Viel hängt aber auch davon ab, wie Lehrkräfte mit den Hausaufgaben umgehen. Ohne dass die Hausaufgaben in der Schule nachgesehen und ihre Ergebnisse im Unterricht wieder aufgenommen werden, nutzen sie wenig.
Von Deutscher Grundschulverband im Buch Faktencheck Grundschule Mai 2018 (2018) im Text Vorurteil: «Mehr Hausaufgaben fördern das Lernen und steigern die Leistung»
Lehrplan für die PrimarschuleDie Hausaufgaben gewöhnen den Schüler an selbständiges Arbeiten, stärken sein pflichtgefühl und geben den Eltern Einblick ins Schaffen der Schule. Die Hausaufgaben sind in der Schule so weit zu erläutern, daß sie ohne fremde Hilfe gelöst werden können. Sie dürfen die Kinder nicht zu sehr belasten, damit noch genügend Freizeit zur Verfügung steht. An der Unterstufe gilt eine halbe Stunde für den durchschnittlichen Schüler als Norm, auf der Mittelstufe eine Stunde (einschließlich mündliche Aufgaben). Hausaufgaben erfüllen nur dann den Zweck, wenn sie kontrolliert werden. Sonn- und Feiertage sowie Ferien dürfen nicht mit Hausaufgaben belastet werden. Die Lehrpersonen haben die schriftlichen Arbeiten sowie die von den Schülern vorgenommenen Verbesserungen einzusehen.
Von Bildungsdepartement des Kantons Schwyz im Lehrplan Lehrplan für die Primarschule (1970)
Rahel TschoppHausaufgaben erfüllen eine Kontrollfunktion. Sie geben Eltern Einblick in das schulische Lernen ihrer Kinder. Wie Finn es beschreibt, dienen sie weniger dem Lernen selbst als der Beruhigung der Erwachsenen. Dieses Bedürfnis nach Einblick ist verständlich und gut nachvollziehbar. Nicht alle Kinder erzählen abends, was sie in der Schule gemacht haben, was sie beschäftigt. Dieses Bedürfnis nach Einblick entspringt auch oft einem tief verankerten Glaubenssatz: Lernen passiert nur dann, wenn es einsehbar und damit überprüfbar ist. Die Frage ist nicht, ob Lernen zuhause stattfindet, sondern ob Schule den privaten Raum mit Pflicht, Kontrolle und Druck besetzen soll. Hausaufgaben verlagern Verantwortung aus der Schule ins Private. Eltern werden zu Mit-Lehrpersonen, häufig ohne Ausbildung, ohne Zeit und oft gegen ihren Willen. Gleichzeitig verstärken Hausaufgaben auch soziale Ungleichheiten. Nicht alle Kinder haben zu Hause Unterstützung, Ruhe, Platz oder stabile Beziehungen.
Von Rahel Tschopp im Buch Auf Denkreise (2026)

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(co-word occurance)
LehrerInteacher(0.03)
icon
Verwandte Aussagen
Hausaufgaben verschlechtern die ChancengerechtigkeitHomework worsens equal opportunities.

iconCoautorInnenlandkarte

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iconHäufig erwähnende Personen

iconStatistisches Begriffsnetz  Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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