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Beats Biblionetz - Begriffe

Dagstuhl DreieckDagstuhl triangle

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

Dagstuhl Dreieck, Dagstuhl triangle, Dagstuhl-Dreieck

iconDefinitionen

Richard HeinenDas Dagstuhl-Dreieck entstand im Frühjahr 2016 auf einer gemeinsamen Tagung von Informatikern und Medienpädagogen und versucht, die ehedem scheinbar unvereinbaren Sichtweisen dieser Professionen zu vereinen und in unterschiedlichen Perspektiven auf die digitale Welt zusammenzufassen. Die Veränderung im Verhältnis zwischen Realität und Virtualität adressiert die gesellschaftlich-kulturelle Perspektive, die danach fragt, wie die Phänomene, Gegenstände und Situationen in einer digital vernetzten Welt auf die Gesellschat und das Individuum wirken. Erweitert wird das Dreieck um die technische Perspektive, die nach der Funktionsweise von Technologie fragt. In den Aspekten von Floridi repräsentiert das Gegensatzpaar Informationsmangel und Informationsfülle die anwendungsorientierte Perspektive des Dagstuhl-Dreiecks.
Von Richard Heinen im Buch Pädagogischer Mehrwert? (2017) im Text BYOD@School auf Seite 120

iconBemerkungen

Mit der Dagstuhl-Erklärung liegt also ein kohärentes und wissenschaftlich fundiertes Gesamtkonzept vor, das alle relevanten Aspekte einer digitalen Bildung in der Schule umfasst und in dem die Informatik verankert ist.
Von Rudolf Peschke, Gerhard Röhner im Journal Coding (2017) im Text Informatik wird zum Thema
Gerhard BrandhoferMit dem Ziel, dass Schüler/innen die Fähigkeit erlangen sollen, mit digitalen Systemen selbstbestimmt umzugehen, wird in der Dagstuhl-Erklärung eine umfassende Betrachtungsweise zugrunde gelegt. Sie beinhaltet die technologische, die gesellschaftlich-kulturelle und die anwendungsbezogene Perspektive zu digitalen Medien.
Von Gerhard Brandhofer in der Zeitschrift fnm Magazin 1/2017 im Text Informatische Bildung für alle! (2017)
Richard HeinenMit Blick auf das schulische Lernen lässt das Dreieck aber die Perspektive auf die Gestaltung von Lernprozessen in Bildungsorganisationen vermissen. Die Frage, die im Dreieck noch unbeantwortet bleibt, ist: Wie muss die Organisation von Lernen verändert werden, damit sich die genannten drei Perspektiven einlösen lassen?
Von Richard Heinen im Buch Pädagogischer Mehrwert? (2017) im Text BYOD@School auf Seite 120
Beat Döbeli HoneggerDie Perspektiven des "Dagstuhler Dreiecks" bedingen sich gegenseitig:
  • Ohne konkrete Anwendung lässt sich weder die technologische noch die soziokulturelle Perpektive der digitalisierten Welt vermitteln.
  • Die soziokulturelle Perspektive liefert sowohl für Anwendung als auch für die technologische Perspektive die notwendige Reflexionsebene.
  • Die technologische Perspektive liefert das für Anwendung und die soziokulturelle Perspektive notwendige Grundlagenwissen.
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 26.02.2016
Beat Döbeli HoneggerDie drei Bereiche – im deutschsprachigen Raum aktuell übrigens meist Anwendungskompetenzen (A), Medienbildung (B) und Informatik (C) genannt – ergänzen sich gegenseitig :
  • Ohne konkrete Anwendungskenntnisse lässt sich weder effizient Informatik vermitteln noch Medienbildung betreiben.
  • Medienbildung liefert sowohl für Anwendungskenntnisse als auch für Informatik die notwendige Reflexionsebene.
  • Informatik liefert das für Anwendungskenntnisse und Medienbildung notwendige Grundlagenwissen.
Von Beat Döbeli Honegger im Buch Mehr als 0 und 1 im Text Welche Aspekte des Digitalen sind für die Allgemeinbildung relevant? (2016)
Michael KerresLetztlich erscheint der Weg, wie ihn Döbeli (2015) skizziert hat, und der die Grundlage der o.g. Dagstuhl-Erklärung darstellt, gangbar: Es geht um die Fähigkeit, a) digitale Technik zu verstehen, b) ihre Funktionen für den Zugang zu Wissen, die Entwicklung von Identität und Teilhabe an Gesellschaft zu nutzen und c) ihre Implikationen zu refl ektieren. Diese Sicht bleibt eng genug an dem Medialen und berücksichtigt gleichzeitig die Reichweite des medienpädagogischen Anliegens, ohne sich in allgemeinen Kategorien menschlichen Handelns aufzulösen.
Von Michael Kerres im Buch Pädagogischer Mehrwert? (2017) im Text Digitalisierung als Herausforderung für die Medienpädagogik
Das Jahr 2016 kann als ein durchaus konstruktives Jahr für die Zusammen arbeit zwischen der Medienbildung und der Informatikdidaktik bezeichnet werden. So fand im Februar 2016 im Schloss Dagstuhl das Seminar „Infor matik und Schule" statt, das sich mit dem Verhältnis von informatischer Bildung und „Digitaler Bildung" auseinandersetzte und hierzu einen kon struktiven, interdisziplinären Diskurs zwischen Vertretern der Informatik, Informatikdidaktik, Medienpädagogik, Medienbildung, Politik, Schule und Wirtschaft weiterführte. Als Ergebnis des Seminars wurde die gemeinsame „Dagstuhl-Erklärung: Bildung in der digitalen vernetzten Welt" (Gl 2016) veröffentlicht, die auch auf der GMK-Konferenz 2016 diskutiert wurde und einen vielversprechenden Ansatz für den weiteren Diskurs liefert. Digitale Bildung sollte demnach die Phänomene, Artefakte, Systeme und Situatio nen der „digitalen Welt", denen Schülerinnen und Schüler begegnen, aus einer anwendungsbezogenen, einer gesellschaftlich-kulturellen und einer technologischen Perspektive in den Blick nehmen.
Von Ralf Romeike im Buch Software takes command im Text Wie informatische Bildung hilft, die digitale Gesellschaft zu verstehen und mitzugestalten (2017)

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Gesellschaftlich-kulturelle Perspektive, Technologische Perspektive, Anwendungsorientierte Perspektive, Medienbildung, calliope mini

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iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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