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Beats Biblionetz - Begriffe

hole in the wallhole in the wall

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Einen spannenden Versuch dazu machte der indische Bildungsforscher Sugata Mitra von der Newcastle University (England) in einem Slum in der indischen Hauptstadt Delhi – das Hole-in-the-Wall-Experiment. Im Jahr 1999 baute Mitra einen Computer mit Lernsoftware in die Wand eines Kiosks im Elendsviertel Kalkaji ein. Allen Kindern wurde erlaubt, ihn frei zu benutzen. Das Ergebnis übertraf sämtliche Erwartungen. Die Kinder drängelten sich um den Bildschirm und brachten sich unter wechselseitiger Hilfe selbst bei, das Lernprogramm in Mathematik zu bedienen. Sie lernten dabei nahezu spielerisch Englisch, sodass sie bald E-Mails schreiben und chatten konnten. Unter den erweiterten Möglichkeiten eines neueren Computers vermochten sie ohne jede Anleitung das Internet zu benutzen. So konnten sie die Fragen ihres Lernprogramms besser beantworten. Und sie erreichten innerhalb kürzester Zeit ein verblüffend großes mathematisches Wissen und Können. Mitra wiederholte das Experiment an weiteren zweiundzwanzig Kiosken in Indien und seit 2004 auch in Kambodscha. Das Resultat war überall genau das gleiche: Die Kinder waren allesamt enorm neugierig und brachten sich in einem eher knappen Zeitraum vergleichbar schwere Mathematik bei. Mitra erhielt mehrere große Auszeichnungen für seine Forschung. Sie gaben Anlass für den Roman Q & A (geschrieben von Vikas Swarup), dessen Verfilmung weltberühmt wurde: Unter dem Titel Slumdog Millionaire gewann die Geschichte acht Oscars.
Von Richard David Precht im Buch Anna, die Schule und der liebe Gott (2013) im Text Individualisiertes Lernen
An outdoor kiosk was constructed such that it could be accessed from outside the boundary wall of our office in New Delhi. The headquarters of NIIT Limited is situated in Kalkaji in the extreme south of the city. The office is bordered by a slum, as is the case in many Indian cities. The slum contains a large number of children of all ages (0-18), most of whom do not go to school. The few who do go to government schools of very poor quality (that is, low resources, low teacher or student motivation, poor curriculum and general lack of interest). None are particularly familiar with the English language.
The kiosk was constructed such that a monitor was visible through a glass plate built into a wall. A touch pad was also built into the wall (see photo 1). The PC driving the monitor was on the other side of the wall in a brick enclosure (see photo 2). The PC used was based on a Pentium, 266 Mhz chip with 64Mb of RAM, suitable hard disk, a true colour display and an Ethernet card. It was connected to NIIT’s internal network of 1200 PC’s using the Windows NT operating system. The kiosk had access to the Internet through a dedicated 2Mbps connection to a service provider.
The kiosk was made operational on the 26th of January, 1999. It was turned on without any announcement or instruction. A video camera was placed on a tree near the kiosk in order to record activity near the kiosk. Activity on the CPU was monitored from another PC on the network. This enabled the kiosk to be monitored and, if necessary, controlled from within the office.
Von Sugata Mitra, Vivek Rana im Text Children and the Internet (2001)

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