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BiblioMap zu "Epistemologie, Evolutionäre" 
Epistemologie, Evolutionäre, Evolutionäre Erkenntnistheorie
Die Evolutionäre Erkenntnistheorie unterscheidet sich von den transzendenten und transzendentalen Bergündungen der Erkenntnismöglichkeit durch ihren empirischen Zugang. Nichts soll ausgesagt werden, das nicht durch Erfahrung bestätigt werden kann. Zugegenermassen ist die Evolutionäre Erkenntnistheorie eine Satellitentheorie der Evolutionstheorie. Das heisst, sie setzt diese voraus und steht und fällt mit derselben.
Wir stellen fest, dass die heute lebenden Organismen im Grossen und Ganzen gut überleben. Daraus schliessen wir, dass ihre Wahrnehmung dasjenige erfasst, was diesem Überleben dient. Dies drehen wir nun um und konstatieren, dass der Organismus nur deshalb gut überlebt, weil sein Wahrnehmungs- und Erkenntnisapparat das für das Überleben Wesentliche erfasst. Dies ist die Grundbehauptung der so genannten Evoutionären Erkenntnistheorie, die eine kritischrealistische Erkenntnistheorie ist.
Die Auffassung der Evolutionären Erkenntnistheorie ist schon deshalb falsch, weil ein erfolgreiches Überleben in den allermeisten Fällen gerade keine komplexen Sinnesorgane und kein komplexes Nervensystem verlangt.
Der Fehler, den Konrad Lorenz macht: Er begreift die Evolutionstheorie als eine ontologische Beschreibung, er geht von der Auffassung aus, dass sich die Tiere und die Menschen tatsächlich und in Wirklichkeit auf eine bestimmte Weise evoluiert haben. Das ist eine empirisch gut begründbare Annahme, aber empirische Annahmen reichen nicht in die Ontologie.
Konstruktivistisch an Piagets Theorie ist die Vorstellung, dass das Individuum die kognitiven Konzepte selbst generiert, dass das Individuum Wissen nur im Austausch mit der Umwelt erwirbt und dass die Austauschprozesse nur temporär ein Equilibrium erreichen, so dass Assimilation und Akkomodation die Entwicklung der Kognition beim Individuum stets vorantreiben. Die Vorstellung dieser Prozesse bildet den Motor für die kognitive Entwicklung und für das selbsttätige Lernen des Individuums. Kognition organisiert die Welt, indem sie sich selbst organisiert. So betrachtete Piaget sogar die mentalen Operationen, die in mathematischen Lernprozessen impliziert sind, als Produkte spontaner Rekonstruktion. Das Kind selbst generiert Konzepte wie Reversibilität. Transitivität, Rekursion, Reziprozität von Relationen, Klasseninklusion, die Erhaltung numerischer Mengen und die Organisation räumlicher Referenzen.![]() Verwandte Begriffe (Cozitation) | Realismus, kritischer, Idealismus (erkenntnistheoretischer), Farbkonstanz, Skeptizismus, Realismus, naiver |



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