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Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity

Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy, Maarten W. Bos
Erstpublikation in: JACR, volume 2, number 2. Published online April 3, 2017
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iconZusammenfassungen

Our smartphones enable—and encourage—constant connection to information, entertainment, and each other. They put the world at our fingertips, and rarely leave our sides. Although these devices have immense potential to improve welfare, their persistent presence may come at a cognitive cost. In this research, we test the “brain drain” hypothesis that the mere presence of one’s own smartphone may occupy limited-capacity cognitive resources, thereby leaving fewer resources available for other tasks and undercutting cognitive performance. Results from two experiments indicate that even when people are successful at maintaining sustained attention—as when avoiding the temptation to check their phones—the mere presence of these devices reduces available cognitive capacity. Moreover, these cognitive costs are highest for those highest in smartphone dependence. We conclude by discussing the practical implications of this smartphone-induced brain drain for consumer decision-making and consumer welfare.
Von Adrian F. Ward, Kristen Duke, Ayelet Gneezy, Maarten W. Bos im Text Brain Drain: The Mere Presence of One’s Own Smartphone Reduces Available Cognitive Capacity (2017)
Rolf SchulmeisterJörn LoviscachDie bloße potenzielle Verfügbarkeit von Smartphones bewirkt bereits eine Ablenkung in Vorlesungen oder Seminaren. Das haben zwei Experimente von Ward et al. eindrucksvoll gezeigt. Im ersten Experiment wurden 520 Studierende zufällig drei Versuchsgruppen zugeordnet: Die Studierenden der ersten Gruppe durften ihr Smartphone im Unterricht neben sich auf Mythen der Digitalisierung mit Blick auf Studium und Lernen 7 den Tisch legen, mit dem Bildschirm nach unten; die zweite Gruppe musste das Smartphone im Raum in der Tasche oder im Rucksack lassen; die dritte Gruppe musste es in einer Tasche außerhalb des Unterrichtsraumes lassen. Alle Geräte waren ausgeschaltet. Die dritte Gruppe zeigte signifikant bessere Ergebnisse als die Gruppe mit dem Gerät auf dem Tisch. Im zweiten Experiment mit 275 Versuchspersonen wurde eine zusätzliche Bedingung eingeführt: Die Geräte waren je nach Gruppe an- oder ausgeschaltet. Die dadurch eröffnete Möglichkeit, Mitteilungen zu bekommen, machte allerdings keinen Unterschied aus. Eine weitere Analyse führte zur Erkenntnis, dass die Variablen „Abhängigkeit vom Smartphone“ und „emotionale Bindung zum Smartphone“ das Ergebnis moderieren. Ward et al. bezeichnen diese Aufmerksamkeitsstörung beziehungsweise Ablenkungsneigung als „smartphone-induced brain drain“ (2017, S. 149).
Von Rolf Schulmeister, Jörn Loviscach im Buch Digitale Transformation im Diskurs im Text Mythen der Digitalisierung mit Blick auf Studium und Lernen (2017) auf Seite 6
Die Wissenschaftler teilten 520 Probanden ihrer Studie in drei Gruppen auf. Die Probanden mussten dann vor der Bearbeitung von jeweils einer Intelligenz- und einer Arbeitsgedächtnisaufgabe ihr Smartphone entweder a) außerhalb des Testraumes lassen, b) es in die Hosentasche/Rucksack stecken oder c) auf den Tisch legen, an dem sie die Aufgaben am Computer bearbeiten sollten. In den Ergebnissen der Studie zeigte sich, dass besonders die Präsenz des Smartphones auf dem Tisch die Leistung in beiden Aufgaben deutlich reduzierte. Die Bedingung „Smartphone in der Hosentasche/Rucksack“ lag bzgl. der Leistung zwischen den Gruppen „Schreibtisch“ und „Smartphone in einem anderem Raum“. Die Probanden waren sich der schlechteren Leistung im Angesicht des Smartphones auf dem Tisch übrigens nicht bewusst, als sie nach einem solchen möglichen Effekt gefragt wurden. Zusätzlich konnte diese Studie zeigen, dass einfaches Umdrehen des Telefons oder „auf Stumm stellen“ keine Lösung darstellt, um den Brain Drain durch das Smartphone zu reduzieren. Die Autoren fassen zusammen: „Our data suggest that the mere presence of consumers’ own smartphones may further constrain their already limited cognitive capacity by taxing the attentional resources that reside at the core of both working memory capacity and fluid intelligence“ (S. 150).
Von Christian Montag im Buch Homo Digitalis (2017) im Text Smartphone und E-Mails bei der Arbeit auf Seite 40

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Personen
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Sherry Turkle

Aussagen
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Computer lenken vom Lernen ab
ICT beeinflusst Gesellschaft
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Bücher
Jahr UmschlagTitelAbrufeIBOBKBLB
2011    Alone together (Sherry Turkle) 7, 16, 15, 7, 6, 4, 1, 3, 4, 4, 2, 12446312442

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