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Beats Biblionetz - Texte

The Pen Is Mightier Than the Keyboard

Advantages of Longhand Over Laptop Note Taking
Pam A. Mueller, Daniel M. Oppenheimer
Erstpublikation in: Psychological Science June 2014 vol. 25 no. 6 1159-1168
Publikationsdatum:
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iconZusammenfassungen

Beat Döbeli HoneggerIn drei Studien zeigt sich, dass Studierende mit handschriftlichen Notizen auswendig mehr Konzeptwissen wiedergeben können, als wenn sie die Notizen auf dem Computer erfassen. Zwar wird per Computer mehr Text erfasst als von Hand, aber dafür wörtlicher mitgeschrieben, woraus die Autoren eine geringere Verarbeitung des Gehörten ableiten und damit die schlechteren Ergebnisse aufgrund von Computernotizen erklären.
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 30.09.2014
Taking notes on laptops rather than in longhand is increasingly common. Many researchers have suggested that laptop note taking is less effective than longhand note taking for learning. Prior studies have primarily focused on students’ capacity for multitasking and distraction when using laptops. The present research suggests that even when laptops are used solely to take notes, they may still be impairing learning because their use results in shallower processing. In three studies, we found that students who took notes on laptops performed worse on conceptual questions than students who took notes longhand. We show that whereas taking more notes can be beneficial, laptop note takers’ tendency to transcribe lectures verbatim rather than processing information and reframing it in their own words is detrimental to learning.
Von Pam A. Mueller, Daniel M. Oppenheimer im Text The Pen Is Mightier Than the Keyboard (2014)
Philippe WampflerThe Pen Is Mightier Than the Keyboard ist der Titel einer Studie, welche viele Befunde zusammenfasst (Mueller/Oppenheimer, 2014): Mueller/Oppenheimer haben untersucht, welchen Einfluss das Schreiben von Notizen auf Testresultate hat. Dabei hat sich herausgestellt, dass Studierende, die in der Versuchsanordnung Laptops verwendet haben, deutlich mehr Wörter aufschreiben und dazu tendieren, Vorlesungen mitzuschreiben. Während die Testresultate im Vergleich mit handschriftlich arbeitenden Studierenden sich in Bezug auf die Wiedergabe von Fakten (also tiefe Taxonomiestufen nach Bloom) kaum unterschieden, entstanden zwischen den beiden Gruppen bei konzeptuellem Wissen größere Differenzen.
Aus diesen Messungen ergab sich eine einfache Vermutung: Handschriftliche Notizen erfordern eine stärkere Verdichtungsleistung, welche mit der Verarbeitung und Speicherung von Gehörtem zu korrelieren scheint. Das gedankenlose Mitschreiben, so die beiden Autoren der Studie, stehe der Lernwirksamkeit der Notizen im Wege (Mueller/Oppenheimer, 2014, S. 8). Auch die Aufforderungen an einen Teil der Laptop-Studierenden, wörtliches Mitschreiben zu vermeiden oder vor der Lernkontrolle die Notizen noch einmal genau zu studieren, zeigten kaum Wirkung. Handschriftliche Notizen führten zu besseren Resultaten.
Von Philippe Wampfler im Buch Digitaler Deutschunterricht (2017) im Text Grundlagen digitaler Arbeit im Deutschunterricht

iconBemerkungen

Philippe WampflerGegen die Ergebnisse dieser Untersuchung muss ein Einwand formuliert werden: Die Probandinnen und Probanden waren nicht darin geschult, digital Notizen anzulegen.
Von Philippe Wampfler im Buch Digitaler Deutschunterricht (2017) im Text Grundlagen digitaler Arbeit im Deutschunterricht
Beat Döbeli HoneggerWährend die Studienergebnisse auf den ersten Blick klar zugunsten der Handschrift zu sprechen scheinen, könnte man dem Studiendesign vorwerfen, die Potenziale digitaler Werkzeuge überhaupt nicht zu nutzen:
  • Die Notebooks werden als digitale Blöcke verwendet, es findet weder eine Verarbeitung, Neustrukturierung noch eine Vernetzung statt, noch können die gemachten Notizen in der Prüfung verwendet werden.
  • Die Inhalte werden im Frontalunterricht präsentiert, zwar mit Videos aber ohne dass die Probanden die Möglichkeit hatten, das Abspielen der Videos zu steuern oder gar die Videos zu annotieren.
Die Studien stellen somit traditionellen Hochschulunterricht mit digitalen Medien nach, ohne allerdings irgendwelche Potenziale digitaler Medien zu nutzen.
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 30.09.2014

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LokalAuf dem WWW The Pen Is Mightier Than the Keyboard: Artikel als Volltext (lokal: PDF, 568 kByte; WWW: Link OK 2016-12-28)
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