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Virtuelle Netzwerke

eine neue Form der Vergesellschaftung?
Ernst von Kardorff
Zu finden in: Qualitative Netzwerkanalyse, 2006   
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iconZusammenfassungen

Netzwerke und grenzüberschreitende Vernetzung haben in einer sich globalisierenden Welt Konjunktur. Das exponentielle Wachstum computervermittelter elektronischer Kommunikation in Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Alltag via Internet, e-mail und Mobiltelefonie lässt Räume schrumpfen, beschleunigt Informations-, Wissens- und Erfahrungsaustausch, erleichtert Transaktionen und vervielfältigt die Optionen zu bi- und multilateraler Kommunikation und zur Erweiterung sozialer Beziehungen. Vermittelt über die neuen Technologien ist damit ein eigenständiger virtueller Raum entstanden, der eine neue Wirklichkeitsdimension mit eigenen technisch determinierten und sozial-kulturell bestimmten Gesetzmäßigkeiten darstellt. Diese virtuelle Realität hat sich besonders in seiner Entstehungsphase als Projektionsfläche für vielfältige Spekulationen, Erwartungen, Hoffhungen und romantische Sozialutopien wie auch für Befürchtungen und Ängste vor Überwachung und Kontrolle gleichermaßen angeboten; mittlerweile sind computervermittelte Kommunikation und Cyberspace in einer rasanten Entwicklung zu einem ganz normalen Bestandteil des Alltags moderner Gesellschaften geworden, dessen Auswirkungen zunehmend auch von den Kultur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften als eigenständiges Forschungsfeld unter vielfältigen Perspektiven empirisch untersucht werden. Als soziologische Untersuchungsperspektive bietet sich hier vor allem die Netzwerkforschung an, deren zentrales Thema Struktur, Aufbau und Qualität sozialer Beziehungen zwischen Personen und Organisationen ist.
Von Ernst von Kardorff im Buch Qualitative Netzwerkanalyse (2006) im Text Virtuelle Netzwerke

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