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Der Mönch, das Buch, die Bildung

Über das Wesen der Klosterbibliothek
Odo Lang
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iconZusammenfassungen

Klosterbibliotheken waren im Mittelalter bedeutende Wissensspeicher, die das bis anhin überlieferte Wissen während einer bewegten Zeit kriegerischer Unruhen, Epidemien und Völkerwanderungen vor dem Vergessen bewahrten. In den Skriptorien wurden die Schriften zum Zweck der Schulung, der heiligen Lesung, der Messfeier, der Stundengebete und des meditativen Studiums immer wieder kopiert und zuweilen kostbar mit Initialen und Miniaturen geschmückt. Grundlage dieser Schriftkultur bildete die Ordensregel des hl. Benedikts, der den Mönchen die Weisung gab, während der Fastenzeit ein Buch aus der bibliotheca zu lesen. Der Begriff Bibliothek war damals gleichbedeutend mit der in mehrere Bücher aufgeteilten Bibel. Nach der benediktinischen Lebensform ist das Studium der Mönche traditionell nicht nur mit Lesen, sondern auch mit Meditation verbunden, denn die geistlichen Worte sollen umfassend auf die Persönlichkeit übergehen. Diesem Verständnis von Studium im Sinne einer geistlichen Aneignung entspricht auch die Hierarchie der klerikalen Wissensordnung. P. Odo Lang, Ordensmann und Stiftsbibliothekar des Klosters Einsiedeln, stellt die Bibliothek vor als Struktur konzentrischer Kreise: Um den Kern der Bibel legt sich ein innerer Kreis mit geistlichen und exegetischen Texten sowie ein äusserer Kreis mit den profanen Wissenschaften.
Von Odo Lang in der Zeitschrift Von den Artes liberales bis Google (2004) im Text Der Mönch, das Buch, die Bildung

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