Beats Biblionetz - Texte

Die zehn Gesetze der Netze

Michael Gleich
Zu finden in: Web of Life (Seite 60 bis 123), 2002  
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Personen
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Fritjof Capra, Daniel C. Dennett, Malcolm Gladwell, Niklas Luhmann, Stanley Milgram

Aussagen
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Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

Begriffe
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Altruismus, Architektur, Aufmerksamkeit, Autopoiese, Bottom-up, Chaos, Computervirus, Demokratie, digital divide, Emergenz, Energie, Evolution, Fehler, Firewall, Fliessgleichgewicht, Gehirn, Gleichgewicht, Globalisierung, Implizites Wissen, Information, Internet, Kausalität, Komplexität, Künstliche Intelligenz (KI / AI), Lernen, Macht, Marketing, Markt, Materie, Moral, Muster, Natur, Negative Rückkoppelung, Nervensystem, Netzwerk, Neuron, Neuronales Netz, Nichtlinearität, Pheromone, Positive Rückkoppelung / Teufelskreis, Redundanz, Rückkopplung / Regelkreis, Selbstorganisation, Simulation, small world problem, Soziobiologie, Soziologie, Stress, Suchmaschine, Symbiose, System, Top-down, Vernetztes Denken
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Bücher
Jahr TitelIBOBKBLB
1996  Lebensnetz (Fritjof Capra) 13282916069
2000    Der Tipping Point (Malcolm Gladwell) 153622527
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Texte
Jahr TitelIBOBKBLB
1967The small world problem (Stanley Milgram) 18221220

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Nicht erwähnte Begriffe
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iconZitate aus diesem Text

Netzgesetz Nr. 9: Diversität. Netze vereinen die verschiedensten Varianten, Charaktere, Funktionen, ohne deren Unterschiede zu nivellieren. Hohe Vielfalt erschafft ein Mehr an Möglichkeiten, flexibel auf Umweltveränderungen zu reagieren.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 118
Netzgesetz Nr. 4: Lernfähigkeit. Netze sind in der Lage, ihre Stabilität zu bewahren, während sie auf Veränderungen und Impulse der Umwelt reagieren. Bei Störungen von aussen verändern sie das Muster ihrer Verschaltung. Je komplexer, desto mehr Optionen für den Wandel.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 87
Netzgesetz Nr. 2: Nichtlinearität. Aufgrund von zahlreichen inneren Wechselwirkungen zeigen Netze nichtlineares Verhalten, das heisst, Ursachen und Wirkungen stehen nicht in proportionalem Verhältnis. Durch positive Rückkopplung können sich kleine Ereignisse folgenreich aufschaukeln.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 73
Netzgesetz Nr. 7: Robustheit. Rechnen, Denken und Handeln verteilen sich in Netzen auf eine Vielzahl von Komponenten. Wichtige Funktionen sind redundant, das heisst mehrfach angelegt. Versagt ein Teilsystem, springen andere ein. Das System duldet kleine Fehler, um grosse zu vermeiden.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 105
Netzgesetz Nr. 3: Emergenz. Das ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Dieses "Mehr", die neue Qualität, entsteht durch die jeweilige Art der Vernetzung. Sie erzeugt höhere Komplexität aus vielen einfachen Komponenten. So wächst das Einzelne über sich selbst hinaus. Mehr ist anders.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 80
Netzgesetz Nr. 5: Selbstorganisation. Komplexe, nichtlineare Systeme können sich aus eigener Kraft strukturieren und Stabilität gewinnen. Die interagierenden Elemente handeln nach einfachen Regeln und erschaffen dabei aus Chaos Ordnung, ohne eine Vision von der gesamten Entwicklung haben zu müssen.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 93
Netzgesetz Nr. 1: Komplexität. Lebende Netze bestehen aus vielen Komponenten, die untereinander agieren und reagieren. Auf Impulse von aussen antworten, aufgrund der Verflechtung nicht einzelne Knoten, sondern ein ganzes Ensemble. Dadurch lässt sich das Verhalten eines Netzes schwer voraussehen und kontrollieren.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 68
Netzgesetz Nr. 6: Chaos. Lebende Netze bewegen sich in einem kritischen Phasenübergang zwischen Chaos und Ordnung. Dort finden sie Kreativität und Stabilität in optimaler Mischung. Am Rande des Chaos ringen sie um ein Fliessgleichgewicht, das innovationsfeindliche Erstarrung ebenso hindert wie krisenanfällige Anarchie.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 98
Netzgesetz Nr. 8: Symbiosen. Bündnisse zu wechselseitigem Nutzen sind eine Form von Vernetzung, bei der die Partner gemeinsam gewinnen und verlieren, gleichzeitig lernen und lehren. Symbionten können aber auch zu Parasiten werden und umgekehrt. Das Auftreten von Schmarotzern stimuliert oft eine Koevolution von Fortschritten.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 111
Netzgesetz Nr. 10: Small World. Obwohl selbstorganisiert, verknüpfen sich lebende Netze nicht nach dem Zufallsprinzip. Sie zeigen immer ähnliche Muster: Eine kleine Zahl von Knoten ist hochgradig, der überwiegende Teil gering vernetzt. Die inhomogene Struktur wirkt stabilisierend, denn zufällige Ausfälle treffen mit hoher Wahrscheinlichkeit gering vernetzte Knoten. Das System funktioniert weiter.
von Michael Gleich im Buch Web of Life (2002) im Text Die zehn Gesetze der Netze auf Seite 123

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