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Das Schulbuch zwischen Internet und Bildungspolitik

Konsequenzen für das Schulbuch als Leitmedium und die Rolle des Staates in der Schulbildung
Andreas Hiller ,
Buchcover
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iconZusammenfassungen

Nicht nur PISA-Tests setzen Schulen unter Druck. Auch das Internet und der damit verbundene Medial-Kulturelle Wandel zwingen zur Reaktion. Bislang bestimmt das klassische Schulbuch als Leitmedium nach wie vor den Unterricht und dessen Inhalte. Mit diesem Medium kann der Staat den Bildungskanon und Unterrichtsdiskurs zentral steuern. Doch sein Einfluss schwindet mit der Durchsetzung des Internets als Massenmedium zusehends. Nie konnten Schüler schneller und einfacher Wissen abfragen als heute. Das Netz erlaubt zudem die Umsetzung pädagogisch geforderter offener Unterrichtsformen, Projektarbeit sowie das Training von Kompetenzen. Anhand verschiedener Onlineangebote, u.a. Wikipedia, untersucht Andreas Hiller wie sich die Position des Schulbuches als Leitmedium verändert. Diese Entwicklung wird vor dem Hintergrund der Konzepte Sicherheitsdispositiv und gouvernementaler Regierungsformen von Michel Foucault erörtert. Deutlich wird, dass sich ein steigendes Bedürfnis nach qualitativ gesichertem Orientierungswissen mit der Notwendigkeit eines dafür geeigneten, nach definierten Kriterien geprüften Bildungsmediums verbindet. Das Buch ist ein Plädoyer für die Stärkung staatlicher Wissenspolitik wie auch für ein staatlich legitimiertes Orientierungsmedium Schulbuch.
Von Klappentext in der Dissertation Das Schulbuch zwischen Internet und Bildungspolitik (2012)
Ziel dieser Untersuchung ist zu diagnostizieren, wie ein durch das Medium Internet ausgelöster Medial-Kultureller Wandel zu veränderten Bedingungen für Unterricht und Lernen führt und welchen Einfluss diese Veränderungen auf die Rolle der Schulbücher im Besonderen und die des Staates in der Schulbildung im Allgemeinen haben. Ausgehend vom existierenden staatlichen Bildungsmonopol sollen Veränderungen bei der Rolle des Staates anhand ausgewählter Steuerungsmöglichkeiten erörtert werden. Die Einfluss- bzw. Steuerungsbereiche staatlicher Steuerungsinstrumente werden in dieser Arbeit beschränkt auf die Bildungsinhalte und den Unterrichtsprozess. Die Leitthese zielt darauf nachzuweisen, dass es durch den Medial-Kulturellen Wandel zu Transformationen bei den staatlichen Steuerungsmöglichkeiten in der Schulbildung kommt. Insbesondere eine wachsende, leicht zugängliche Medienvielfalt, eine neue Wissenskultur sowie institutionelle Veränderungen unterlaufen zunehmend die Stellung von Schulbüchern als Leitmedien und wichtigen Steuerungsinstrumenten in der Schulbildung. Eine Tendenz zu außerschulischen, medienbasierten, optionalen und informellen Lernkontexten wird beobachtet, die sich der bisherigen Art direkter und zentraler Steuerung weitgehend entziehen. Neue Lernkontexte und Medienpraktiken unterlaufen die Hauptfunktion von Schulbildung, das repräsentative und staatlich legitimierte kulturelle Erbe der Gesellschaft an die nachfolgenden Generationen weiterzugeben. Die Definition und Kanonisierung dieses kulturellen Erbes unterlag bisher vornehmlich der Bildungspolitik, unter Einbeziehung anderer gesellschaftlicher Interessengruppen, und bildete eine wesentliche Basis zur Steuerung der Schulbildung. Medial-Kulturelle Veränderungen sowie Bildungsreformen erschweren zunehmend eine zentrale und staatlich kontrollierte Lenkung des Bildungskanons und des Unterrichtsprozesses, was zum Teil auch so nicht mehr vom Staat angestrebt wird. Durch neue Steuerungsinstanzen und -formen kann das zentrale Steuerungspotenzial des Staates in der Schulbildung abnehmen. Allerdings ist das Internet nur ein Grund, weshalb es zu Transformationen bei der Stellung des Staates und des Schulbuches kommt. Andere Faktoren wie z.B. die Schulreformen nach dem PISA-Schock von 2001 beeinflussen ebenfalls das Steuerungspotenzial der Bildungspolitik. Der Hauptfokus dieser Arbeit liegt jedoch auf den durch das Internet ausgelösten Konsequenzen des Medial-Kulturellen Wandels, vor allem den damit verbundenen neuen Medienpraktiken: Während Schulbücher zentral vorgegebene Wissensmedien sind, erfreuen sich dezentrale Medienpraktiken im Internet zunehmender Popularität, die den Jugendlichen Möglichkeitsräume eröffnen, die jenseits staatlicher Einflussnahme liegen. Zu diskutieren ist, welche neuen Möglichkeiten durch das Internet für die Schulbildung entstehen und welche Einflusslinien durch dessen wachte Elemente der Schulbildung und speziell auf die Stellung von Schulbüchern ausgehen.
Von Andreas Hiller in der Dissertation Das Schulbuch zwischen Internet und Bildungspolitik (2012)

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