/ en / Traditional / mobile

Beats Biblionetz - Aussagen

Peer-Review-Prozess fördert das strategische Zitieren

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

Diese Grafik fensterfüllend anzeigen als Pixelgrafik (PNG) Vektorgrafik (SVG)

iconBemerkungen

Mathias BinswangerWhen submitting an article to a journal, the peer-review process induces authors to think about possible reviewers who have already published articles dealing with the same or similar topics. And they know that editors often consult the bibliography at the end of an article when looking for possible reviewers. Therefore, it is quite easy to guess, who the potential reviewers will be. To flatter them the author will preferably quote as many as possible and praise their work (for instance as a seminal contribution or an ingenious idea). Moreover, an additional citation is also useful for the potential reviewer himself because it improves his or her own standing as a scientist. Conversely, an author will avoid criticizing the work of potential reviewers, as this is likely to lead to rejection. Accordingly, this attitude prevents the criticism and questioning of commonly accepted approaches. Instead, it leads to replication of established knowledge through endless variations of already existing models and tests.
Von Mathias Binswanger im Buch Incentives and Performance im Text How Nonsense Became Excellence (2015) auf Seite 24
Mathias BinswangerReicht man als Autor einen Artikel bei einer Zeitschrift ein, dann verleitet das Peer-Review-Verfahren dazu, sich als erstes zu überlegen, wer die möglichen Gutachter sein könnten, die zum gleichen oder einem ähnlichen Thema publiziert haben. Um diese Gutachter günstig zu stimmen, wird man sie möglichst alle zitieren bzw. ihre Arbeiten lobend erwähnen. Ein zusätzliches Zitat ist für den potentiellen Gutachter auch deshalb von Nutzen, weil es wiederum sein eigenes Standing als Wissenschaftler verbessert. Kommt noch hinzu, dass die Editors bei der Suche nach möglichen Gutachtern oftmals in der Literaturliste am Schluss eines Artikels nachschauen, wer dafür in Frage käme, was das strategische Zitieren noch attraktiver macht. Umgekehrt wird man es als Autor tunlichst vermeiden, Arbeiten von möglichen Gutachtern zu kritisieren, denn das ist ein sicherer Weg zur Ablehnung. Auf diese Weise wird Kritik und die Infragestellung von bestehenden Ansätzen verhindert. Gefördert wird stattdessen die Replikation von bestehendem Wissen, indem bereits existierende Ansätze um weitere Modellvarianten oder zusätzliche empirische Untersuchungen angereichert werden.
Von Mathias Binswanger im Buch Sinnlose Wettbewerbe (2010)

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf diese Aussage 16
Webzugriffe auf diese Aussage 93113342231111422
201520162017