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Beats Biblionetz - Aussagen

Informatik/Programmieren/Logo/Javascript ist das neue Latein

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iconBemerkungen

For me computer science is the new Latin.
Von Ian Livingstone im Text The Future of Computer Science in Schools (2011)
Because much of this work focuses on learning to program in the service of more general educational objectives, I have termed this research approach the Logo-as-Latin Paradigm (Koschmann, in press).
Von Timothy D. Koschmann im Buch CSCL (1996) im Text Paradigm shifts and instructional technology
Rolf SchulmeisterStudien, die dem Lernen des Programmierens gewidmet wurden, gründeten ursprünglich auf der Annahme, man hätte mit dem Programmieren eine neue Generalfähigkeit, die Fähigkeit zur allgemeinen Informationsverarbeitung, soz. das »Latein des 20sten Jahrhunderts«, entdeckt.
Von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme im Text Im Land der Null-Hypothesen (1996) auf Seite 383
Nico LummaJavascript ist das neue Latein, meine Damen und Herren, wir sollten uns zügig daher überlegen, wie wir die Wissensvermittlung bei Kindern und Jugendlichen dahingehend verändern, dass wir das Erlernen einer modernen Programmiersprache mit in die Lehrpläne aufnehmen – denn wir wollen doch alle, dass die nachwachsenden Generationen das Rüstzeug für die Zukunft erhalten.
Von Nico Lumma im Text Kommunikation der Zukunft (2012)
Seymour PapertIn recent times, Latin was taught in schools because it was supposed to be good for the development of general cognitive skills. Further back, it was taught because it was the language in which all scholarly knowledge was expressed, and I have suggested that computational language could come to play a similar role in relation to quite extensive areas of knowledge.
Von Seymour Papert in der Zeitschrift The Journal of the Learning Sciences 6(4) im Text Why School Reform Is Impossible (1997) auf Seite 424
An interesting example of skewed viewpoints was demonstrated recently when Michael Gove spoke of Mark Zuckerberg, surely an excellent computer science role model as founder of Facebook, as having studied Latin in school. Gove didn’t mention that he had also studied computer science, surely much more relevant. This shows the traditional emphasis on the classics, but computer science should also be part of the curriculum.
Von Brian Runciman im Text The Future of Computer Science in Schools (2011)
Roy PeaThis idea - that programming will provide exercise for the highest mental faculties,and that the cognitive development thus assured for programming will generalize or transfer to other content areas in the child's life -is a great hope. Many elegant analyses offer reasons for this hope although there is an important sense in which the arguments ring like the overzealous prescriptions for studying Latin in Victorian times.
Von Roy Pea im Text Logo Programming and Problem Solving (1983)
Nico Lumma

Ja, das klingt merkwürdig, aber lassen Sie die Forderung nach einer Programmiersprache als zweite Fremdsprache einmal sacken. Ich habe in der Schule Latein gehabt und das hat mir trotz aller Probleme beim deklinieren und bei der Grammatik insgesamt wenigstens für mein Studium der Politikwissenschaft und Geschichte ein gewisses Rüstzeug mitgegeben.

Aber, für den Alltag hat es abgesehen vom Lesen der Asterix-Hefte meiner Kinder für mich kaum noch einen praktischen Nutzwert. Lediglich der Vokabelschatz hilft ab und zu mal, kurze Sätze auf Französisch, Italienisch oder Spanisch zu verstehen. Nichts, was Google Translate und andere nicht viel besser könnten – bei Facebook, dem Ort an dem wir mit Freunden und Bekannten kommunizieren, ist bei Postings in anderen Sprachen schon jetzt die Möglichkeit vorhanden, sich den Text übersetzen zu lassen.

Für Kinder und Jugendliche allerdings wird künftig immer weniger eine Rolle spielen, die Klassiker der Vergangenheit im Original lesen zu können, sondern sie sollen den Code der Zukunft besser verstehen. Vor einigen Jahren hiess es: “Lern spanisch, das ist das neue Englisch!” – Mittlerweile entwickeln Kinder Apps für das iPhone.

Marc Andreesen, der uns als Student mit der Entwicklung des ersten massentauglichen Browsers namens Mosaic die bunte Welt des World Wide Web erst zugänglich gemacht hatte und investiert aktuell als Venture Capital Geber in Internet-basierende Geschäftsmodelle, schrieb kürzlich in einem viel beachteten Essay im Wallstreet Journal: “Software is eating the world.”

Software ist das geworden, was die Welt zusammenhält, aber auch immer das Potential hat, sie auseinander zu reissen, meine Damen und Herren.

Daher ist es für Kinder und Jugendliche essentiell, zu lernen, wie Software funktioniert, also wie man programmiert. Ich erwarte jetzt nicht ein Volk von Programmierern, aber ebenso wie uns das Erlernen einer Sprache den Zugang zu anderen Kulturen eröffnet und damit unseren eigenen persönlichen Horizont erweitern kann, ermöglicht das Erlernen einer modernen Programmiersprache ein besseres Verständnis für die komplexen Abläufe der Zukunft, die allesamt ohne Software nicht mehr möglich sind.

Der Autor Douglas Rushkoff hat in seinem Buch “Program or be programmed” darauf hingewiesen, dass wir als Gesellschaft darauf achten müssen, nicht bloß zum Objekt zu werden, sondern dass wir selber in der Lage sein müssen, zu verstehen, was um uns herum passiert.

Javascript ist das neue Latein, meine Damen und Herren, wir sollten uns zügig daher überlegen, wie wir die Wissensvermittlung bei Kindern und Jugendlichen dahingehend verändern, dass wir das Erlernen einer modernen Programmiersprache mit in die Lehrpläne aufnehmen – denn wir wollen doch alle, dass die nachwachsenden Generationen das Rüstzeug für die Zukunft erhalten.

Jetzt denken etliche von Ihnen im Saal “Was für ein Quatsch, wie soll das denn gehen?” – aber werfen Sie bitte einen Blick nach Estland, das jetzt bereits jedem Schüler anbietet, in der Schule eine Programmiersprache zu erlernen. Es ist machbar, man muss es nur wollen.

Von Nico Lumma im Text Kommunikation der Zukunft (2012)

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