/ en / Traditional / mobile

Beats Biblionetz - Aussagen

Eltern fühlen sich gedrängt, ihren Kindern Computer zu kaufen um deren Chancen zu erhöhen

Diese Seite wurde seit 3 Jahren inhaltlich nicht mehr aktualisiert. Unter Umständen ist sie nicht mehr aktuell.

iconBemerkungen

Manfred SpitzerViele Eltern sind verunsichert und kaufen allein schon aus diesem Grund ihren Kindern einen Computer. "Sie sollen es einmal besser haben als wir. Und deswegen dürfen wir unseren Kindern nicht vorenthalten, was sie im Leben weiterbringt. Wer einen PC nicht bedienen kann, ist von den Segnungen der modernen Gesellschaft ausgeschlossen (etwa wie derjenige, der nicht lesen kann)." So oder so ähnlich denken viele Eltern. Ich weiß das, weil ich nicht selten Briefe und E-Mails bekomme, in denen mich Eltern oder Großeltern diesbezüglich um Rat fragen. Und öffentliche Institutionen argumentieren in die gleiche Richtung.
Von Manfred Spitzer im Buch Digitale Demenz (2012) im Text Was tun? auf Seite 306
Manfred SpitzerWeil jedoch gerade sozial schwache Familien permanent erzählt bekommen, wie wichtig ein Computer für das Lernen sei, kaufen vor allem diese von ihren ohnehin geringen Ersparnissen ein Gerät – letztlich aus Sorge um die Zukunft der Kinder – und bewirken damit genau das Gegenteil dessen, was sie für ihre Kinder wollen: bes sere Bildungschancen. Denn Computer fördern nicht die Bildung der jungen Menschen, sondern verhindern sie eher oder haben bestenfalls gar keinen Effekt, wie in den folgenden Kapiteln detailliert gezeigt wird. Die Industrie operiert also geschickt mit der Angst der Eltern aus sozial schwachen Schichten, um ihnen auch noch das letzte Geld aus den Taschen zu ziehen.
Von Manfred Spitzer im Buch Digitale Demenz (2012) im Text Macht Google uns dumm? auf Seite 23
Manfred SpitzerBesonders kritisch zu bewerten ist die Tatsache, dass mit Schlagwörtern wie »Medienkompetenz« gerade den verunsicherten Eltern aus sozial eher schwachen Schichten vorgegaukelt wird, sie würden etwas Gutes tun, wenn sie ihr knappes Geld in rasch veraltende Hard- und Software stecken. "Wenn Sie Ihr Kind nicht von klein auf vor den Computer setzen, dann ist sein Schicksal als Fließbandarbeiter oder Mülltonnenleerer besiegelt", suggeriert die Industrie - und viele Pädagogen stimmen fröhlich ein, was dazu führt, dass insbesondere Eltern mit wenig Geld meinen, sich den Computer für den Nachwuchs vom Munde absparen zu müssen. "Wenn Medienkompetenz so wichtig ist wie Lesekompetenz, dann muss man in Bildschirmmedien investieren, auch wenn das schwerfällt."
Von Manfred Spitzer im Buch Digitale Demenz (2012) im Text Was tun? auf Seite 307

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf diese Aussage 91
Webzugriffe auf diese Aussage 1941333222321121123311511123315211135323213754324
201220132014201520162017