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Beats Biblionetz - Aussagen

Der Schulbuchmarkt ist sehr fragmentiert

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iconBemerkungen

Der Markt ist durch die unterschiedlichen Lehrpläne und Schularten in den einzelnen Bundesländern stark segmentiert, so dass viele kleinere Teilmärkte entstehen, in denen sich ein Verlag engagieren kann.
Von Verena Brandenberg im Buch Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Verlegens von Schulbüchern (2006) auf Seite 15
Der Schulbuchmarkt ist ein relativ großes Segment des Buchhandels mit einem Anteil von 8,1 % an der mengenmäßigen Buchproduktion im Jahr 2003. Er hat einen Umsatzanteil von 8 bis 9 % und liegt damit im Umsatzvergleich der buchhändlerischen Warengruppen im mittleren Bereich. Diesen Markt bedienen in Deutschland etwa 70 Schulbuchverlage, von denen die meisten auf bestimmte Schularten oder -fächer spezialisiert sind. Nur die drei großen Konzerne Cornelsen, Klett und Westermann produzieren für nahezu alle Schularten und Fächer. 1995 erschienen etwa 2 500 Novitäten und 1 000 Neuauflagen im gesamten Schulbuchsegment. Es gab insgesamt 30 000 lieferbare Titel für alle Schulformen und Bildungsgänge. Inzwischen erscheinen jährlich zwischen 3 000 und 4 000 neue Titel, das Gesamttitelangebot umfasst etwa 40 000 Bücher. Der Branchenumsatz lag 2003 bei knapp 500 Millionen Euro. Es existieren in den 16 deutschen Bundesländern insgesamt über 3 000 Rahmenrichtlinien und Ausbildungsverordnungen, welche die Verlage bei der Produktion berücksichtigen müssen.
Von Verena Brandenberg im Buch Rechtliche und wirtschaftliche Aspekte des Verlegens von Schulbüchern (2006) auf Seite 13
Der Schulbuchmarkt in Deutschland ist - fast - einzigartig in Europa, denn in dieser Definition gibt es ihn de facto nicht. Realiter existieren 16 regionale Märkte für Bildungsmedien, resultierend aus der Kulturhoheit der Bundesländer. Diese haben - trotz teilweise gleichlautender Nomenklaturen und bundesweit festgelegter Lernziele - sehr individuelle schulische Bildungssysteme entwickelt, unterschiedliche Bildungsinhalte definiert, variierende administrative Verfahren um z.B. die Schulbuchzulassung etabliert und ebenso sich deutlich voneinander unterscheidende Systeme zur Finanzierung von Schulbüchern und Bildungsmedien entwickelt. Diese länderspezifischen Entwicklungen fuhren dazu, dass es in Deutschland keinen nationalen Schulbuchmarkt gibt, sondern ausdifferenzierte Teilmärkte - geprägt durch unterschiedliche systemische Prozesse, Bedingungsgefuge und finanzielle Volumina.
Alle Teilmärkte werden generell von folgenden wesentlichen Parametern entscheidend geprägt:
  • den Strukturen der Bildungssysteme,
  • den curricularen Entwicklungen,
  • den demografischen Entwicklungen,
  • und den landesspezifischen Systemen der Lernmittelfinanzierung (Lernmittel-Freiheit).
Von Andreas Baer im Buch Schulbuch konkret im Text Der Schulbuchmarkt (2010) auf Seite 68

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