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Beats Biblionetz - Aussagen

Internet fördert Extremismus

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Dank der Internetforen wird die Gesellschaft zunehmend politisiert. Das Internet bricht mit dem dumpfen Konsumismus der 1980er-Jahre. Spassgesellschaft, das waren die 1990er. Die Politik nimmt in dieser Debatte heute wieder einen grossen Stellenwert ein. Die Occupy-Wall-Street-Bewegung mag die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllt haben, sie hat jedoch gezeigt, wie praktisch aus dem Nichts eine solche Bewegung entstehen und global grosse Aufmerksamkeit erzeugen kann.
Von Oliver Fiechter, Philipp Löpfe im Buch Aufstieg der digitalen Stammesgesellschaft (2016) im Text Menschliche Erfahrungen sind stärker als rationale Theorien auf Seite 55
In der Tat gehen der Rückgang der Bedeutung traditioneller Massenmedien im Print-, TV- und Radiobereich und der wachsende Einfluss algorithmengesteuerter Informationskanäle mit einer Erosion geteilter, inklusiver politischer Öffentlichkeit einher. In entgleisten Wahlkampagnen, wie etwa derjenigen des US-Präsidentschaftswahlkampfes 2016/17 oder der innertürkischen Auseinandersetzung um die Verfassungsreform 2017, zerfallen die Akteure in Weltanschauungsgruppen, die durch Glaubenssätze zusammengehalten werden, sich wechselseitig aber nicht mehr verständigen können.
Von Julian Nida-Rümelin, Nathalie Weidenfeld im Buch Digitaler Humanismus (2018) im Text »Sie können nun Ihren Status auf Facebook updaten!«
Das für die digitalen Medien typische Multitasking führt angesichts der zu bewältigenden Informationsflut zu einer flüchtigen Lektüre, die keine Zeit für komplexe Argumente und stilistische Feinheiten hat. Das Kommunikationsdesign der sozialen Netzwerke tut sein Übriges, wenn es die Entwicklung einer Klick-Kultur im Zeichen des numerischen Populismus Md der dualistischen Bewertung vorantreibt. Während das Verfahren von der emotionalen Reaktion auf die rationale Behcandldlung des close reading den Angelpunkt der Rezeption von der emotionalen Reaktion auf die rationale Behandlung verschieben sollte, nimmt die Kommunikation in den sozialen Medien die entgegengesetzte Richtung. Das Internet treibt die Polarisierung der Gesellschaft mit dem Unpolitischen voran: mit Likes und Dislikes, die im hyper-reading-Verfahren jederzeit für alle möglichen Inhake vergeben werden.
Von Roberto Simanowski im Buch Stumme Medien (2018) im Text Medien und Gesellschaft

iconZitationsgraph

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icon17 Erwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.