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Beats Biblionetz - Aussagen

Schulen sind veränderungsresistent

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iconBemerkungen

Stefan WellingAndreas BreiterBjörn Eric StolpmannDie Integration digitaler Medien im Allgemeinen und von E-Learning im Besonderen stößt auf ein konservatives Beharrungsvermögen der Schulen.
Von Stefan Welling, Andreas Breiter, Björn Eric Stolpmann im Buch E-Learning allgegenwärtig (2012) im Text E-Learning in der Schule
Jürgen OelkersSchulen sind hinsichtlich ihrer Struktur relativ immun gegen Entwicklungen in ihren gesellschaftlichen Umfeld. Wohl sind sie "lernende Systeme", aber sie lernen eigensinnig, aus eigenen Vorgaben heraus und unter Wahrung ihrer historischen Erfahrungen.
Von Jürgen Oelkers im Text Bildungsstandards: Von der Zauberformel zum pragmatischen Instrument (2005)
Jürgen OelkersNeue Verfahren der Systementwicklung müssen sich als wirksam erweisen oder werden bis zur Unkenntlichkeit angepasst. Ich könnte auch sagen, viele Reformen rechnen nicht mit der Listigkeit des Systems, das schon ganz andere Attacken gut überstanden hat.
Von Jürgen Oelkers im Text Bildungsstandards: Von der Zauberformel zum pragmatischen Instrument (2005)
Jürgen OelkersSchulen sind sehr intelligent darin, bestimmte Dinge nicht zu tun, und Schulleitungen haben alle Hände voll zu tun, für die Realanpassung immer neuer Ansprüche zu sorgen, denen fast immer nur eines gemeinsam ist, nämlich dass sie nicht zu verwirklichen sind.
Von Jürgen Oelkers im Text Bildungsstandards: Von der Zauberformel zum pragmatischen Instrument (2005)
Jürgen OelkersDie Schule hat langfristige Erfahrungen im Umgang mit Postulaten und immer neuen Ansprüchen, gegen die ein Immunsystem eigener Art aufgebaut wurde. Die Abwehr lässt sich nur dann überwinden, wenn Massnahmen sich als nützlich erweisen und zusätzliche Anstrengungen sich lohnen.
Von Jürgen Oelkers im Text Bildungsstandards: Von der Zauberformel zum pragmatischen Instrument (2005)
Jürgen OelkersSchulen sind aus guten Gründen eher konservative Institutionen, die nicht jeder pädagogischen Mode nachjagen, sondern die vom Bewährten ausgehen. Das kann nicht einfach "träge" genannt werden, sondern ist die Folge von bislang nicht überbotenen Problemlösungen. Etablierte Problemlösungen gewährleisten das Überleben im Alltag.
Von Jürgen Oelkers im Text Bildungsstandards: Von der Zauberformel zum pragmatischen Instrument (2005)
Outsiders who tried to reinvent schooling rarely understood the everyday lives of teachers, their practices, beliefs, and sources of frustration and satisfaction. The hope that a few demonstration lighthouse schools would become models to transform entire school systems rarely became reality; instead, they were more likely to become boutique schools isolated from the mainstream.
Von David Tyack, Larry Cuban im Buch Tinkering Towards Utopia (1995) im Text Reinventing Schooling auf Seite 113
Im Schulwesen hat sich demnach in dem vergangenen Jahrhundert bemerkenswert wenig geändert. Das Bildungssystem, das den Jugendlichen zur Verfügung steht, ist eigentlich immer noch dasselbe, wie seit Wilheim von Humboldt am Anfang des 19. Jahrhunderts. Aus dem ursprünglich zweistufigen Schulsystem ist durch Einführung einer Realschule mit einer mehr technisch-naturwissenschaftlichen Orientierung ein dreistufiges geworden. Die Realschule bekam dann noch eine gymnasiale Oberstufe in Form der Oberrealschule. Sonst ist jedoch alles gleich geblieben. Vielfältige von der Reformpädagogik immer wieder propagierte Änderungen setzten sich nicht allgemein durch, aber es gibt in einzelnen Bundesländern auch Gesamtschulen und in zunehmendem Maße auch Ganztagsschulen.
Von Reinhart Lempp im Buch Generation 2.0 und die Kinder von morgen (2012) auf Seite 52

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