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Beats Biblionetz - Aussagen

Behauptung 54: Internet macht einsam.

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Die Vorstellung, dass das Internet soziale Beziehungen zerstört, ist [...] als technikdeterministisch zu kennzeichnen. Ob Netzaktivitäten einer Person soziale Beziehungen beeinträchtigen, hängt nämlich davon ab, wie das Internet-Engagement sich im einzelnen gestaltet und wie es sich in den Beziehungsalltag einfügt.
Von Nicola Döring im Buch Sozialpsychologie des Internet (1999) im Text Soziale Beziehungen und Internet auf Seite 332
Beat Döbeli HoneggerHerr Döbeli Honegger, wenn Sie über digitalen Mediengebrauch reden, verwenden Sie oft Begriffe wie «kollektiv» und «aktiv». Führen allgegenwärtiger Smartphone-Gebrauch und Facebook nicht eher zur Vereinsamung und zum Verlust sozialer Kontakte und Kompetenzen?
Ich habe das Gefühl, spätestens seit dem Aufkommen von sozialen Medien wie Facebook ist klar, dass man nicht mehr einsam vor dem Computer sitzt. Jugendliche schauen das nicht als Technik an. Für sie sind das Korrimunikationsmedien.
Von Beat Döbeli Honegger, Fabienne Schmuki im Text Smartphones im Chindsgi (2013)
Beat Döbeli HoneggerDennoch sitzt der Jugendliche dabei alleine vor dem Computer und kommuniziert über einen Bildschirm.
Das ist eine etwas einseitige Beschreibung der Realität, Kinder und Jugendliche sitzen oft auch zu zweit oder zu dritt vor dem Computer! So betrachtet: Sind Bücher nicht Vereinsamungstechnologien? Im Intemet kursiert ein lustiger Text mit der Frage, wie es wäre, wenn es seit 500 Jahren Computer gäbe und erst jetzt Bücher aufkämen. Dann würde ein Proteststurm losgehen, die Leute würden sagen: «Das ist ja schrecklich! Diese Kinder sitzen nur noch alleine herum und lesen und die Bücher haben nicht mal Ton oder Bild. Das macht die Kinder einsam, sie werden dick und phlegmatisch.»
Von Beat Döbeli Honegger, Fabienne Schmuki im Text Smartphones im Chindsgi (2013)
Nando StöcklinAus Sicht von Personen, die in der Buchkultur aufgewachsen sind, gibt es weitere Befürchtungen: Die Informationen im Internet seien nicht verlässlich, sie seien banal oder es seien gar Verschwörungstheorien. Wir würden nur noch vor den Computern sitzen und nicht mehr nach draußen gehen und Freunde treffen. Oder wir würden den Bezug zur Realität verlieren. Wer mit dem Internet aufgewachsen ist, kann solche Aussagen kaum nachvollziehen. Für Digital Natives ist das Leben mit dem Internet Realität, sie nutzen Online-Dienste wie etwa Facebook unter anderem genau dazu, um den abendlichen Ausgang zu organisieren. Sie schätzen die Meinungsvielfalt des Internets. Und sie nutzen ihr Gedächtnis, um sich beispielsweise zu merken, wo sie spannende Informationsbeiträge gesehen haben und von wem sie stammen.
Von Nando Stöcklin im Buch Zukunft des Lernens (2012) im Text Von analog zu digital

iconVerwandte Begriffe


Begriffe
Internetinternet

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

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